Neuer Blog

April 14, 2009 von harrygambler2009
Der Schrei

Der Schrei

Der Blog harrysky wird geschlossen und in Zukunft gibt es jetzt die neue AMR, aktuelle Antimobbingrundschau unter dem Blog http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/. Der Titel ist dann wieder auch beim Gogglen zu finden.

Am 29.04.09 steht nun der Prozess von Birgitt H. an, es geht um  Korruption, einen rot-roten Senat, der schikaniert und asoziale Zustände in einem Pflegeheim. Bis heute äußern sich Ministerinnen wie von der Leyen oder Ulla Schmidt auch nicht dazu. Doch bei großer Unterstützung für Birgitt H. wird auch hier etwas zu machen sein.

Mobbing als Tathintergrund?

April 8, 2009 von harrygambler2009
Ein Opfer dreht durch?

Ein Opfer dreht durch?

Mobbing wird in Deutschland immer noch verharmlost und teilweise einfach ignoriert. So wie der Vogel Strauß seinen Kopf in den Sand steckt, wenn sich ihm ein Feind nähert. Denn wenn er nichts sehen kann, dann gibt es auch keinen Feind.

Längst ist Mobbing bei uns zur Alltagskultur geworden, und wer meinte, das Problem gibt es nur in der Arbeitswelt, der hat sich generell getäuscht. Auch wenn er Mobbing in der Schule, an der Uni oder in der Familie als Schikanieren, Drangsalieren oder mit stasiartigen Attacken verfolgen bezeichnen will. Der Mob regiert das land.

Alleine der Hintergund der Bluttat im Landgericht Landshut zeigt, es explodieren immer mehr Opfer und richten die Gewalt nicht mehr alleine nach Innen, als gegen sich selbst, sondern schlagen wie wild um sich. Dann kommst es zu so unfaßbaren Ereignissen wie diesen in Landshut oder Starubing. Die Vorgeschichte dazu ist oft sehr lang, und die Opfer leiden oft Jahre, bevor sie den Spieß umdrehen wollen und wie von Sinnen handeln.

„Der Todesschütze im Landgericht Landshut hat seine Tat offenbar in einem Abschiedsbrief mit einer Jahre langen Drangsalierung durch zwei Schwestern seiner Frau erklärt.“ Oder: “Die Geiselnahme im Hochsicherheitsgefängnis im niederbayerischen Straubing ist in der Nacht zum Mittwoch beendet worden. Der Häftling, der am Dienstag seine Therapeutin als Geisel genommen hatte, gab nach sieben Stunden auf.“

Mobbing-Opfer begeht Suizid

April 7, 2009 von harrygambler2009
Opfer haben keine Lobby.

Opfer haben keine Lobby.

Immer mehr Bürger geraten in die bekannten „Trettmühlen“ einer Behörde, Justiz oder Ermittlungsinstanz. Die Umgangsformen werden dazu immer brutaler. “Polizeibeamter Klaus A.: >>Jetzt mache ich die totale Vernichtung!“<<, nach Ulrich B. einem Zeugen und Bürgerrechtler. Oft werden Grundgesetz und Menschenrechte nicht beachtet. Prozesse die nicht im Scheinwerferlicht stattfinden sind oft eine Skandal, leider fehlt den Opfer das Kleingeld, um den Weg zum EU-Gerichtshof zu gehen.

Teilweise zerstören die Mobbingattacken die Gesundheit und das Leben der Opfer. So wird von Ulrich B. in seinem Blog „Christian Schäffer hat sich umgebracht“ ein solcher Skandal gemeldet. Bürgermobbing ist bei uns immer noch ein weites feld, auf das sich kein Reporter oder Nachrichtensender wagt. Zu groß ist die Gefahr dabei, sehr schnell selber zum Opfer der Täter zu werden.

Viele in diesem Land haben sich mit den „asozialen Umgangsformen“ der Beamten abgefunden und schauen weg, wenn es den Nachbarn oder Kollegen trifft. Ein Gesellschaft auf diesem Weg bezeichnet man als entsolidarisiert oder in der klassischen These der alten Römer, „bellum omnium contra omnes“, also dem Krieg Aller gegen Alle, der dort stattfindet. Ausdruck dafür sind Suizide, Komasäufer, Amokläufer usw.

Unsere Gesellschaft ist unfähig geworden, sich gegen gesellschaftliche Tendenzen der Enthumanisierung zu stemmen, die Umgangsformen mit der Finanzkrise sind dafür nur ein Merkmal. Lesen sie bitte einfach den Blog zu Christian Schäfer und dem Weg zu seinem Selbstmord, und sie finden da nur ein Schicksal von vielen, bei dem eine Gesellschaft sich mehr und mehr als unfähig erweist, sich gegen den Mob zu wehren. 

Und unsere Gerichte sind nur ein Abbild dieses Krieges zwischen Staat und Bürger, dazu passt auch folgende schockierende Meldung aus Bayern*. „Bei einer Schießerei im Landgericht der bayerischen Stadt Landshut sind nach Polizeiangaben am Dienstag mindestens ein Mensch getötet und drei verletzt worden.“

* Der Freistatt Bayern wird auch als „Landesklinik vom Chefarzt Horst“ bezeichnet, da der derzeitige Ministerpräsident Seehofer Horst mit Vornamen heißt und Arzt ist. Gerade in Bayern geschehen um die Polizei Dinge die einenm die Haare zu Berge stehen lassen.

http://www.odenwald-geschichten.de/?p=1197

http://nachrichten.t-online.de/c/14/52/70/78/14527078.html

http://www.justizirrtum.info/faelle/Gerichtsreportagen/manfred_goetzl.htm

http://martin-hock.de/Archiv/28__Januar_2000/28__januar_2000.html

Eva Herman wird vom LAG ausgegrenzt.

April 6, 2009 von harrygambler2009
Der Fall Eva Hermann

Der Fall Eva Hermann

Nachdem Eva Hermann, die ehemalige Tagesschaunachrichtensprecherin, in erster Instanz vor dem Arbeitsgericht Hamburg gewonnen hatte, erhielt sie nun beim LAG eine Abfuhr. Zentraler Punkt war die Frage, hatte sie mit dem NDR ein Arbeitsverhältnis oder nicht ? Das Arbeitsgericht sagte ja, sie hatte ein Beschäftigungsverhältnis. Das Landesarbeitsgericht entschied, Nein, sie ist nur freie Mitarbeiterin gewesen.

Ein harter Schlag für viele, die sich gegen Mobbing gewehrt haben oder wehren, und auf die Justiz bauten oder bauen. Man kann davon ausgehen, dass nun der Mob erst richtig stimuliert ist, und Fälle wie der von Eva Hermann vermehrt auftauchen werden.

Die Justiz in diesem Land hat immer noch nicht begriffen, was Mobbing ist und heißt, leider. Ein schlechter Tag für alle Opfer. Bleibt zu hoffen, Eva Hermann gibt nicht auf und zieht vor das Bundesarbeitsgericht. Näheres dazu findet sich in bisher keiner Erklärung dazu.

Vivantes schikaniert Altenpflegerin.

April 2, 2009 von harrygambler2009
Das Parlament schweigt.

Das Parlament schweigt.

Bei uns im Lande geht es nicht nur in den Banken und Parlamenten zu, als lebten wir in einer Diktatur. Nein, auch in der so wichtigen Altenpflege machen sich mehr und mehr Methoden breit, die an Zeiten von Stalin oder an eine andere Diktaturform erinnern.

Die Krankenpflegerin Birgitt H. musste das am eigen Leib erfahren, als sie sich demokratisch und aufrecht gegen Korruption und „asoziale Zustände in der Altenpflege“ zur Wehr gesetzt hat. Dafür wurde sie auch mir Unterstützung der SPD Berlin und der „DieLINKEN“ – der Namen steht für Ossifizierung der Demokratie – mit politisch motivierten Kündigungen schikaniert und drangsaliert, dass man sich an stasiartige Methoden erinnert sieht.

Birgitt H. hat für den 29.04.09 ein Flugblatt entworfen, an diesem Tage steht sie vor dem „berühmt und berüchtigten Arbeitsgericht in Berlin“, der Fall Emmely war nur ein Stein in diesem Feld der „übelsten Anstalt“, was Deutschland im Moment zu bieten hat“.

Hier der Text von Birgitt H. und die Hinweise auf ihre Internetseite:

Skandal !!! Vivantes geht weiter gegen Altenpflegerin vor

 

Am 29.04.2009 um 12.00  findet eine weitere Verhandlung vor dem Berliner Arbeitsgericht statt.

Der Berliner Klinikkonzern ist nicht bereit die drei Kündigungen gegen die mutige Altenpflegerin

Brigitte Heinisch zurückzunehmen

 

Die schweren Pflegemängel in dem Berliner Pflegeheim

Teichstrasse44 wurden durch mehrere MDK-Prüfungen bestätigt, die Kündigungen nimmt der landeseigene

Gesundheitskonzern Vivantes nicht zurück

 

Für den Mut die Pflegemissstände öffentlich zu machen, wurde Brigitte Heinisch mit dem Whistleblower-Preis ausgezeichnet.

Zuvor hatte sie den ARD Publikumspreis für Zivilcourage

erhalten.

 

Wir fordern

die sofortige Rücknahme der politisch motivierten Kündigungen

 

Die Linke und die SPD tragen für diese Kündigungen als politische Vertreter  des landeseigenen Gesundheitskonzern die volle Verantwortung

 

 

Info unter www.menschenwuerdige-pflege.de

                 www.anstageslicht.de

Mobbing und die Arbeitsagentur

März 23, 2009 von harrygambler2009

Das die Arbeitsagenturmitarbeiter  oft nicht wissen, dass sie vom Geld der Arbeitslosenversicherten leben, ist schon lange bekannt. Oft lassen Ton, Form und Umgang zu wünschen übrig und sind oft unter aller „Sau“. Der Eindruck, dass dies so gewollt ist, wird leider oft bestätigt und ist ein gesellschaftspolitischer Skandal. „Beamte und Angestellte“ der Agenturen machen sich so des Mobbing schuldig. Die Politik will das oder schaut einfach weg.

Aktuell wird ein Mobbingopfer jetzt in Flensburg nach der Schikane am Arbeitsplatz auch noch in der Agentur gemobbt. Die unerschämten Umgangsformen nehmen zu und weisen daraufhin, dass man Antragsteller systematisch „fertig machen will“. Ein Skandal sonders gleichen.

Tim K., der „Amokläufer“ doch ein Mobbingopfer?

März 21, 2009 von harrygambler2009
Ausgrenzung und Gewalt

Ausgrenzung und Gewalt

Immer mehr Anzeichen, Bekenntnisse von Lehrern, Mitschülern und Bekannten weisen daruf hin, dass Timi erst Opfer war. Opfer von Ausgrenzung und Mobbing, sich dann im Tunnel befand, in jener Stelle, in der so viele Mobbingopfer die erfahrene Demütigung und seelsiche Zerfleischung nicht mehr ertragen und die Gewalt gegen sich richten, das sind dann die vielen Selbstmordversuche und Suizide.

„So lesen die Trauernden zum Beispiel auf einem schwarzen Zettel, auf dem mit weißem Stift wie mit Kreide auf eine Tafel geschrieben steht: „Was musste Tim leiden, und keiner hat es gemerkt. Armer Tim!“

Oder sie verlieren jedigliche Kontrolle über sich selber und „drehen dann durch“. Bisher weigern sich sowohl Ermittler als auch Politiker dies zur Kenntnis zu nehmen. Tim K. war keine „Bestie“ oder der „Täter aus der Nachbarschaft“. Er war ein Opfer, das sich nicht mehr wusste, sich aus dem Tunnel zu befreien, aus dem fast kein Mobbingopfer ohne Schaden und Krankheit an Geist und Seele herauskommt. Die Therapieeinrichtungen in diesem Land sind voller Opfer von Mobbing, auf was warten wir? Depressionen sind für viele Mobbingopfer eine Begleitkrankheit, warum nehmen das die Ermittler nicht zur Kenntnis?

„Wenige Meter weiter findet sich der Brief seiner ehemaligen Deutsch- und Englisch-Nachhilfelehrerin: „Warum? … weil wir ihm nicht gezeigt haben, dass wir ihn mögen … weil wir ihn ausgegrenzt haben … weil wir seine Fähigkeiten nicht anerkannt haben.“

Wann lernt endlich diese Gesellschaft zu begreifen, dass Mobbing die Zerstörung eines „Menschen, seiner Persönlichkeit, Seele und Würde “ bedeuetet und dass man endlich gegen die wahren Täter, also den Mob sich wehren muss.

 

Ist das Lied von so vielen Opfern und Angehörigen nun endlich der Wendepunkt, in dem die Gesellschaft aufsteht und sich gegen den Mob wehrt? Sind Politiker nun endlich so weit, statt ständig Antirauchergesetze zu erlassen und sich selbst mit dem Gürtel des Stalkergesetzes zu schützen, Menschen wie die Opfer von Timis Tat und Opfer von Mobbing durch eine klare und eindeutige Antimobbinggesetzgebung zu schützen?

„Ein persönliches Gespräch darüber, ob sie selbst Signale ignoriert habe und inwiefern Tim K. gedemütigt wurde, möchte sie aber nicht führen, weil das Ermittlungsverfahren gegen Tims Vater laufe.“

Man kann nur hoffen, dass viele aus Timìs Umgebung das Schweigen brechen und mithelfen zu klären, was ist wirklich passiert im Leben von Timi, dass das Leben so vieler junger Menschen auf diese unfassbare Art endete.

„Auch Theresia Zurhorst macht sich Vorwürfe. Die Ethik-Lehrerin der Privatschule, die Tim K. zuletzt in Waiblingen besuchte, hatte noch im Januar einen Besinnungsaufsatz zum Thema „Verschärfung der Waffengesetze“ als Hausaufgabe aufgegeben. Tim K. schrieb damals, dass man auf Menschen nicht schießen dürfe. Nach dem Amoklauf sagte Zurhorst: „Er hat einfach das geschrieben, von dem er wusste, dass es seine Lehrerin lesen wollte. Es gab nicht ein einziges Zeichen, das ich hätte lesen können.“

nachrichten.aol.de/nachrichten-panorama/mitleid-mit-der-familie-des-amoklaeufers/artikel/2009032015375428439566

Ein kluges und weises Urteil

März 18, 2009 von harrygambler2009
Ein kluges Urteil

Ein kluges Urteil

Seit dem Fall Emmely hat sich in den Arbeitsgerichten wohl ein Trend im Sinne des Grundgesetzes und der humanistischen Tradition in Europa eingestellt.

Beim morgendlichen Kaffeeklatsch kam es zwischen einem Hilfspfleger und dem Gruppenleiter zum Eklat. Der 47-järhige Mann beleidigte seinen Vorgesetzten mit den Worten „(b)eweg’ selber deinen Arsch, du bist ja auch ein faules Schwein,“ als er eine Arbeitsanweisung erhielt.Nach einem Gespräch der Beiden zwei Stunden später hatte sich die lage entspannt und der Pfleger hatte auch die Anweisung umgesetzt.

Dann schlug die diakonische Verwaltung zu und die Hoheit der Schreibtischtäter kündigte dem 47-jährigen fristlos. Er zog vor Gericht und erhielt seinen Arbeitsplatz wieder.

„Die Juristen begründeten ihr Urteil damit, dass der Hilfspfleger keine besonders grobe Beleidigung ausgesprochen habe. Außerdem habe er die Anweisung befolgt, somit sei die Autorität des Vorgesetzten nicht dauerhaft untergraben worden. Vor einer Kündigung hätte das Krankenhaus den 47-Jährigen schließlich zuerst abmahnen müssen.“

Beleidigungen sind weiterhin ein Grund für eine fristlose Kündigung, eine Abmahnung muss jedoch auf jeden Fall erfolgen bevor das lezte Mittel greift. Und ein 47-jähriger Pfleger darf auch ein Mal die Nerven verlieren, von daher ist das Urteil nur zu begrüßen.

Die Eltern und Schwester von Tim K. entschuldigen sich

März 18, 2009 von harrygambler2009
In all den unfassbaren Stunden seit dem „Amoklauf“ von Winnenden nimmt das Geschehen endlich ein menschliches Gesicht an. Wurde bisher von den Ermittlern, diesem unsäglichen Innenminister und der Presse mit Chat, Killerspielen und ärztlichen Diagnosen spekukliert, so dass einem Angst und Bange wurde, haben nun Tim`s Eltern und seine Schwester sich an die Angehörigen der Opfer gewendet und um Entschuldigung gebeten. Obwohl sie ja bis heute nicht einmal selber verstanden haben, genauso wenig wie wir alle, was in Winnenden geschehen ist.

Der Brief geht auf das ein, was allen Anghörigen wohl gemeinsam sein dürfte,  “(i)hnen wurde das Wertvollste und Wichtigste, ein geliebter Mensch, durch die entsetzliche und unbegreifbare Tat unseres Sohnes und Bruders, genommen.“  Worte von Eltern, die versuchen heraus zufinden, warum ihr Sohn Tim so viele Menschen getötet hat. Und zurück gelassen hat er auch trauernde Angehörige der Opfer, Freunde und Bekannte. Nichts wird für alle so wieder werden, wie es einmal war, bevor Tim mit aller Gewalt und Hass seinen „Feldzug“ des Wahnsinns gestartet hat.

Seine Eltern, die sich in Selbstzweifel Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat fragen werden, warum hat unser Sohn so etwas gemacht. Und die Angehörigen der drei Lehrerinnen, die deshlab Opfer wurden, weil sie versuchten Schüler zu retten und sich Tim in den Weg stellten. Vergebens, wie wir es heute wissen. Ihr Mut und ihre Hilfsbreitschaft mussten sie mit dem Leben bezahlen.

Und die Eltern von Tim bringen das zum Ausdruck, was sie wohl für Jahre Stund um Stund begleiten wird, die Frage: „Warum wir seine Verzweiflung und seinen Hass nicht bemerkt haben.“

Und zum Schluss des Briefes zwei wichtige Sätze, die mehr Aussagen als die plaktiven „Worte“ einer Frau Merkel oder  eines Herrn Köhlers, die sich vor ihren Fragen wie so oft drücken: „Warum finden solche Amokläufe immer in Bundesländern statt, in denen die CDU regiert, die Politik für Familie, Jugend und Bildung bestimmt. Ob in Erfurt oder Essen in Dresden oder Bayern, das ist doch seltsam oder?“

Tim`s Eltern bekennen sich zur ihrem Anteil der Tragödie, und sie haben das so formuliert: „Unser tiefstes Mitgefühl möchten wir den Opfern, Angehörigen und Freunden aussprechen. Alle unsere Gedanken sind auch bei den körperlich und seelisch Verletzten.“ Denn diese Menschen werden sich auch für sehr, sehr lange Zeit täglich die Frage stellen, warum hat es gerade unsere Tochter, Sohn, Enkelsohn Enkeltochter, Freundin oder Freund, Mitsachülerin oder Mitschüler, Kollegin oder Kollegen, Nachbarin oder Nachbar getroffen?

Statt Aufklärung und Ursachenfroschung nur Rundumschläge

März 17, 2009 von harrygambler2009

Offensichtlich haben die Printpresse, die visuellen Medien und Ermittler einfach nichts aus den „Amokläufen“ der letzten Jahre gelernt, denn was da Tag für Tag an Meldungen auftaucht, ist einfach nicht der Würde der Opfer und deren Angehörigen würdig und schadet auch dem Rechtsbewusstsein einer ganzen Generation von Schülern. Im Leben des sehr jungen Täters Tim K. – auffällig ist zum Beipiel, dass er sich nicht am Tatort erschossen hat, sondern fliehen wollte und es auch 20 Kilometer weit gebracht hat. Ein Zeichen dafür, dass er weiter leben wollte. Warum? – muss vieles in Verbindung mit der Schule stecken, denn er hat diesen Tatort doch nicht mit den Würfeln ausgespielt. Was ist an dieser Schule im Leben von Tim K. schief gelaufen? Was sagen seine ehemaligen Mitschüler, Lehrer und andere Verantwortliche dazu? Solche Informationen helfen vielen Lehrern und Erzieher weiter, damit sie bei ähnlichen Anzeichen wie „Ausgrenzung und Mobbing“ eventuell erkennen, ich muss jetzt Handeln. Doch was will Frau Ursula von der Leyen, die Mutter der Nation, einen Bottom, den man im Internet anklickt bei fragwürdigen Seiten und Nachrichten.

Frau von der Leyen sollte sich dann schon mal auf Millionen Klicks pro Tag einstellen, denn wenn schon alleine nach der Tat von Winnenden sich 52 Mitbürger als Nachahmungstäter profilieren wollen, zeigt dies die Not vieler junger Menschen heute in unserer neolibearalen Welt des Geldes oder in der Sprache der Spekulanten bei der Hypo Real Estate, reich und schön Sein alleine zählt nur. Auch ist der Begriff „Trittbrettfahrer“ hier wohl nicht angemessen, den das sind doch Hilfrufe von Menschen, die bereit sind, ihr Leben und das von anderen zu Gefährden, weil sie mit Problemen nicht mehr klar kommen. Haben die Ermittler und Politiker so wenig aus diesem unfassbaren Ereignis gelernt? Ich befürchte ja, wenn ich dann lese, nun will man sich wieder auf die „Killerspiele“ verstärkt konzentrieren und fängt einen sinnlosen Streit an, nach dem Prinzip, verantwortlich sind die Killerspiele. Verbieten wir sie, dann ist die Welt wieder in Ordnung. So einfach wollen es sich die Politker machen, schon ziemlich unverständlich was da passiert.  Abgesehen von der Negativwerbung und dem Schwarzmarkt  für Spiele wie das jetzt schon zu Ruhm gelangtem  “Counter-Strike“. Sehen unsere Politiker nicht mehr, in welcher Welt der Ökonomie wir leben, in der Alles zu haben ist, ob legal oder illegal? Gerade das Internet vietet dort Millionen von Möglichkeiten. Ich sehe schon auf den Schulhöfen die schwarz gebrannten Speicher im Verkaufsangebot vieler „Wichtigtuer“ im Teenageralter, die illegale Computerspiele und Gewaltfilme verscherbeln. Sind wir alle wirklich so naiv?

Für alle Eltern sollte mehr an Notdiensten und Beratungsmöglichkeiten angeboten werden, statt Verdachtsermittlungen wäre ein Ombudsmann gegen Mobbing, Schikane, Gewalt, Kinderpornografie  und Schikane mit absoluten rechtsstaatlichen Handlungsbefugnissen sinnvoller, der schnell und landesweit Handeln und Arbeiten darf, ohne in diesem Förderalismuskram a la Rauchverbot an 16 Ländergrenzen scheitert.